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Gorien Teil1
!?Freund oder Freund?!
Goriens Schicksal - Seite 18
Im Gasthof selber war nur trübes Licht das von einer Feuerstelle in der Mitte des Raumes kam. Auf dem Feuer drehte sich als wir hereinkamen gerade eine Schlachtsau. Es war ziemlich voll aber wir fanden noch einen freien Tisch etwas abseits was uns ganz recht war. Als wir saßen kam auch schon eine kräftige Frau in einer fettigen Schürze an und fragte: “Na was darf es denn sein?” “Sechs Bier.” Meinte Lira. Die Frau nickte und ging wieder. “Was soll den das?” wollte Van wissen. “Mit Betrunkenen kommt man nur ins Gespräch wenn man selber etwas trinkt oder ihnen was ausgibt. Glaub mir ich habe davon Ahnung, und das sogar mehr als ich will.” sagte sie leise. Einen Moment später kam die Wirtin auch schon wieder und stellte uns die sechs Bier hin. Lira bezahlte sie und bedankte sich. Nachdem sie wieder weg war bemerkte ich das die ganze Zeit einer zu uns schaute. Ich sagte es leise den anderen. Lira stand auf ging zu ihm. Dann kam sie mit ihm zurück. “So jetzt setze dich erst mal zu uns.” Meinte sie. “Ich habe euch noch nie hier gesehen und ich kenne alle die hierher kommen gut.” Sagte der alte Mann. Er sah etwas heruntergekommen und dumm aus aber schien sehr nüchtern und aufmerksam zu sein. “Wer seit ihr? Ich habe euch schon mal irgendwo gesehen.” meinte er und sah Aron an. “Ich glaube nicht das ihr mich kennt denn ich komme von weit her.” sagte er. “Doch, doch.... Jetzt fällt es mir wieder ein sie sehen aus wie einer aus der Mecktor Familie.” Der alte musterte ihn noch einmal genauer und meinte dann: “Aber es ist noch was anderes in eurem Blut, das nicht von hier kommt.” “Wer sind diese Mecktor?” fragte ich. “Sie war eine sehr mächtige Familie hier. In Sefra leben sie heute.” “Warum war?” “Sie sind seit der Herr der Herren wieder zurück gekehrt ist immer kleiner geworden es heißt das ein paar Nachfahren es über das Meer geschafft haben was aber sehr unwahrscheinlich ist. Denn alle die fliehen wollten sind getötet worden. Nur ein paar sind am Leben gelassen worden. Warum, das weiß ich nicht.” “Und wo hält sich dieser Herr der Herren immer auf?” fragte Vargas. “Das ist nicht sicher. Einige mit denen ich gesprochen habe sagten das er sich in seine Burg in Tratur zurückgezogen hat andere behaupten das er in Golreen ist. Aber genau weiß es keiner.” Wir unterhielten uns noch ein oder zwei Stunden bis wir ihm dann noch ein Bier ausgaben, uns für das Gespräch bedankten und dann verabschiedeten.

Draußen war es jetzt schon Nachmittag. “Also gehen wir jetzt nach Sefra und erkundigen uns über diese Familie etwas genauer.” sagte Taria. Alle stimmten zu auch wenn man Aron ansah das es ihm lieber wäre wenn wir einen großen Bogen um Sefra machen würden. Wir führten unsere Pferde aus der Stadt stiegen auf und trabten auf der Straße nach Sefra. Nach etwa zwei Tagen kamen wir in Sefra an. Es war eine große Stadt und sah freundlicher aus als Mortu. Langsam ritten wir an das Tor das weit offen stand. “Entschuldigung, könnten sie uns vielleicht sagen wie wir zum Haus der Familie Mecktor kommen?” fragte ich höflich eine der beiden Wachen. Er sah zu mir auf und meinte: “Die Straße gerade aus und am Marktplatz rechts. Es ist das große Haus am Ende dieser Straße man kann es nicht über sehen.” “Dankeschön sie haben uns viel Mühe erspart.” antwortete ich und ritt weiter. Die anderen folgten mir und kurze Zeit später kamen wir auch schon an dem Haus an. Es war wirklich sehr groß. Als wir in den Vorhof ritten kam uns schon ein Mann entgegen und fragte uns höflich: “Was ist euer begehren?” Ich stieg vom Pferd und sagte: “Wir würden gerne wenn es ihnen Recht ist mit dem Herren oder der Dame des Hauses sprechen.” “Sie sind aus besserem Hause, oder?” Ich nickte und er meinte: “Aus welchem Hause kommt ihr den? Ist es in der Nähe?” “Nein das ist es nicht aber sie können mir glauben das ich nichts böses im Sinn habe.” “Ja das glaube ich euch. Wie soll ich euch den ankündigen?” “Sagen sie Niome von Esthoven sei hier.” Meinte ich. Er nickte machte zu einem jüngeren Kerl eine Handbewegung und ging. Der andere Mann nahm die Pferde und führte sie in den Stall. Etwas später kam der Mann wieder heraus und meinte: “Wenn sie mir nun alle folgen wollen. Sie werden erwartet.” Er ging voraus und wir folgten ihm in das Gebäude. Innen war es durch die vielen farbigen Fenster bunt beleuchtet. Wir wurden in eine Art Ratszimmer geführt indem ein Tisch und einpaar Stühlen standen. Auf einem Hochsitz hatte eine ältere Frau Platz genommen. Als wir alle im Raum waren verließ der Mann ihn wieder und schloss hinter sich die Türe.

“Was ist euer verlangen?” “Ein Gespräch mehr nicht.” antwortete ich ihr. “ Ein Gespräch? Das kommt nicht mehr oft vor das die Leute nur ein Gespräch wollen. Aber es kann ja auch sein das ihr schon wieder wegen der Hinterbliebenen da seit und dieses mal nur was anderes ausprobiert.” “Hinterbliebene? Ich kann ihnen nicht ganz folgen aber ich bin wirklich nicht in böser Absicht hier.” “Sie müssen dann wohl Niome von Esthoven sein.” “Ja und nein.” “Was heißt das bitte?” fragte sie etwas zornig. “Kann man hier sprechen ohne das etwas aus dem Raum geht?” “Ja natürlich!” “Ok. Ich bin Mira Soria von Gorien. Das sind Van Fanelia, Vargas Führst von Marr, Lira aus Norim, Taria von Moris und Aron.” “Wo kommt ihr genau her? Denn von diesen Ländern habe ich hier noch nie gehört.” “Wir kommen von dem südlichen Kontinent.” Sagte Van. “Der südliche Kontinent? Und was wollt ihr dann hier bei mir?” “Wir wollen etwas über eure Familie erfahren, denn wie es den Anschein hat ist Aron ein Abkomme eurer Familie.” “Tretet vor, Aron.” Er schritt zögernd auf sie zu und blieb vor ihrem Stuhl stehen. “Ja es besteht wirklich viel Ähnlichkeit mit meinen Vorfahren. Aber wie kann das möglich sein?” “Ein älterer Mann hat uns erzählt das Eure Familie mal verfolgt worden ist und ein Teil über das Meer fliehen wollte. Es sieht so aus als hätte es jemand geschafft.” “Scheint ganz so. Aron wissen sie etwas über ihre Vorfahren?” “Nur das sie erst vor zwei oder drei Generationen nach Moris gekommen waren.” meinte er. “Ja von der Zeit kann es auch ungefähr hin kommen. Aber ich weiß wie wir es herausfinden können. Komm noch etwas näher.” Aron stand nun ganz vor den Sitz und beugte sich vor wie sie es wollte. “Ja es besteht kein Zweifel du bist ein Nachfahre von Jorania Mecktor. Denn alle männlichen erben haben ein Mal rechts hinten am Hals das die Vorm eines Schwertes hat. Also willkommen verlorener Sohn Joranias.” “Wenn man fragen darf wer war Jorania?” wollte Aron wissen. “Sie war der erste Vorfahre unserer Familie. Es heißt das sie schon vor der Spaltung hier war. Sie vermählte sich und gebar das erste Kind der Mecktor Familie. Das schlimme war das immer nur pro Generation ein männliches Kind auf die Welt kam. Dadurch hat sich die Familie nie richtig verbreitet. Und als dann die Verfolgung begann sind alle Männer getötet worden. So gab es keinen Erben mehr. Nur ein paar schwangere Frauen haben es geschafft sich vor den Jägern zu verstecken. Aber da du jetzt da bist kannst du die Erbfolge einnehmen.” “Aber vorher muss ich noch etwas erledigen. Etwas auf das ich mein Wort gegeben habe und das kann ich nicht brechen.” Meinte er und lächelte jetzt spürbar erleichtert. “Wem gabst du das Wort?” “Mir.” meinte ich. “Und ich bin froh darüber denn es ist gut ihn dabei zu haben. Das was wir vorhaben wird nicht einfach, deswegen ist es gut das ich diese Leute hier habe ohne sie würde ich es nicht schaffen.” “Und was ist das für ein Vorhaben?” fragte sie. “Ich will meine Land vor dem Untergang retten. Denn nachdem ein großer Teil meiner Familie und meiner Freunde ermordet und meine Heimatstadt zerstört ist wollen sie jetzt ganz Gorien einnehmen und das kann ich nur verhindern indem ich die Quelle selbst auslöschen.” “Du klingst mir sehr mutig denn wie ich vermute ist diese Quelle Tariyn selbst nicht war?” Ich nickte. “Es wird nicht einfach in seine Burg zu kommen denn sie ist sehr gut bewacht und fast uneinnehmbar.” “Was heißt fast?” fragte Van. “Es gibt einen Weg hinein ohne das man gesehen wird. Aber er ist nicht sehr sicher. Es gibt einen Kanal durch den man in den Burghof kommt. Aber es hat noch nie einer wieder lebend heraus geschafft. Denn es ist nicht das erstemal das jemand Tariyn töten will. Aber keiner kam wieder zurück.” Sie erzählte uns noch sehr viel über die Burg und schließlich auch wo dieser Eingang ist. Wir blieben noch den restlichen Tag bei ihr und erfuhren sehr viel über ihre Familie. Am Abend machten wir uns nach einer Mahlzeit wieder auf den Weg.

Aron schien fast traurig zu sein das wir sie wieder verließen. “Meinst du das ich sie wieder sehen werde?” fragte er mich als die anderen es nicht hören konnten. “Ja das glaube ich schon denn ich will nicht das du vor mir stirbst, und ich werde sie wieder besuchen.” Sagte ich und lächelte ihn an. Als wir die Straße Richtung Tratur ritten sahen wir je höher wir kamen immer weniger Leute die uns entgegen ritten. Dann baute sich das Gebirge Schritt für Schritt vor uns auf. Riesig und schwarz wie eine Nacht ohne Mond. Kein Wunder das er das als sein Zuhause sieht und hier eine Stadt oder Burg errichten lies. Die Berge wurden immer steiler und der Weg war oft schwer passierbar. Nach den ersten Hügelketten wurden sie wieder etwas niedriger und der Weg wurde breiter. “Seht ihr das?” fragte Lira und deutete auf einen Großen Berg. “Der ist von Hand erschaffen worden und deswegen ist es hier auch etwas flacher.” “Dann ist das also unser Ziel? Irgendwie habe ich es mir etwas anderes vorgestellt.” meinte Van. “Hoffentlich ist das nicht das Ende für uns.” sagte Vargas. “Ich hoffe auch. Aber das finden wir erst heraus wenn wir es geschafft, oder nicht geschafft haben.” meinte ich. Langsamer ritten wir weiter. In jedem von uns kam mittlerweile die Angst hoch und je näher wir diesem Berg kamen desto größer wurde sie. Aron führte uns zu dem geheimen Eingang, wir stiegen von den Pferden, versteckten sie, und schlichen hinein. Es war ein sehr dunkler Gang der nach oben führte. Eine ganze Weile schlichen wir durch die Dunkelheit bis am anderen Ende leichtes Licht herein fiel. Das Licht kam von dem Innenhof von dem sie uns erzählt hatte. Der Ausgang war hinter einer Hecke versteckt. Aber es gab ein Problem, auf dem Hof standen mindestens fünf Wachen und an denen konnten wir nicht vorbei. Nach kurzem warten drehten wir wieder um und verließen den Gang wieder. “Und was jetzt?” wollte Lira als wir draußen waren wissen. Nach einer Weile des Schweigens meint ich: “Ich hätte eine Idee aber die ist nicht ungefährlich.” “Und was?” fragte Van. “Tariyn will doch Gorien, und ich bin jetzt so was wie die Königin von Gorien.” Alle stimmten mir zu aber Van fragte: “Ja und was soll das jetzt?” “Ich gehe durch den Vordereingang. Wenn er mich will soll er mich kriegen! Denn ich will ihn auch, aber ich will ihn Tod!” sagte ich entschlossen. “Das ist doch nicht dein ernst.” Schrie Van jetzt fast. “Doch das ist es. So kommt ihr wenigstens rein. Ich lenke sie ab und ihr geht durch den Tunnel.” “Nein! Wenn wir rein gehen dann alle gemeinsam an der selben Stelle.” Meinte Aron entschlossen. “Das kann ich nicht zulassen.” sagte ich. “Dir wird aber leider nichts anderes übrigbleiben als es zu akzeptieren.” Meinte Taria kalt. “Wir haben es zusammen angefangen und werden es auch zusammen beenden, egal was kommt.” Meinte Van. Ich gab mich nickend geschlagen und so ritten wir gemeinsam wieder auf den Weg und von dem aus genau auf das Tor zu. Als wir näher herankamen waren von vorne schon zwei Wachen gekommen und fragten uns: “Was wollt ihr hier Fremde?” “Ich bin Mira Soria von Gorien und verlange den Herren dieses Hauses zu sehen!” sagte ich ernst. “Ihr verlangt? Das ich nicht lache ihn könnt hier gar nichts verlangen. Ihr denkt wohl ihr seid was besseres.” meinte die andere Wache. Plötzlich kam aus einem kleineren Ausgang eine dritte Person und sagte in befehlendem Ton: “Lasst sie eintreten der Herr erwartet sie bereits schon.” Die Wachen sah etwas perplex aus verbeugten sich aber knapp, machten einen Schritt zur Seite und öffneten das große Tor. “Folgt mir.” Meinte er zu uns. Langsam gingen wir ihm nach. Zielstrebig ging ich voran und die anderen folgten. Wir durchschritten den Innenhof der trüb und kalt aussah. Die Wachen wo gelangweilt herumstanden, sahen uns komisch an taten aber sonst nichts weiter.

Es dauerte nicht lange da kamen wir auch schon in eine Art von Thronsaal. Er war nicht sehr hell und es dauerte eine Weile bis man richtig sehen konnte. Der Raum an sich sah auch nicht gerade einladend aus, aber das lag wohl an der Person die ihn bauen hat lassen. “Wartet!” sagte er und ging vor. Er unterhielt sich kurz mit jemandem der auf einem Hochstuhl saß. Dann winkte er uns zu und wir gingen näher an das Ende von dem Raum. “Ihr seid also Mira von Gorien? Ich dachte ihr seid größer.” spottete der wo auf dem Stuhl saß. Er war sehr groß und sah mittleren Alters aus auch wenn er wohl Hunderte von Jahren alt war. “Ja die bin ich. Und ich bin hier wegen dem was ihr in Gorien gemacht habt oder besser noch immer macht!” sagte ich ernst. “Du solltest deinen Mund nicht zu voll nehmen sonst kommt bald gar nichts mehr raus.” “Nur eine Drohung? Ich hatte mehr erwartet. Erst recht von jemandem wie euch.” “Dir werde ich noch Manieren beibringen erst recht wenn ihr Morgen bei unseren öffentlichen Hinrichtungen anwesend seit.” Er machte eine Handbewegung und alle anderen wurden umzingelt und abgeführt. “Du hättest alleine kommen sollen. Aber so haben wir wenigstens unseren Spaß. Ich glaube wenn du sie alle baumeln siehst wirst du deine Meinung über mich schnell ändern und tun was ich will. Führt sie auch ab! Aber seit vorsichtig wir wollen doch das sie Morgen alles miterleben kann.” meinte er und vier Männer zerrten mich weg.

Ich wurde in einen kleinen Raum gebracht der aber keine Zelle war. Er hatte wohl irgend etwas mit mir vor wo es besser wäre das ich noch lebe. Und die anderen? Wo ließ er sie hinbringen? Wenn ich alleine gegangen wäre, wäre es nie soweit gekommen. Aber sie wollten ja unbedingt mit. Komisch war nur das er mich nicht entwaffnen lies. Ich hatte noch mein Schwert was mich wunderte. Nicht so wie bei Mogal. Ich sah mich etwas um und ging dann zu dem kleinen Fenster. Draußen sah ich in den Hof und merkte das sie dort Galgen aufbauten. Aber sie bauten sechs auf, wollte er mich auch noch erhängen? Ich legte mich auf die Bank und schloss die Augen.